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Der Sport-Hochsee-Schifferschein (SHS) ist ein amtlicher, empfohlener Führerschein zum Führen von Yachten mit Motor und unter Segel in der weltweiten Fahrt (alle Meere).
Vorgeschrieben zum Führen von gewerbsmäßig genutzten Sportbooten in der weltweiten Fahrt.
Voraussetzung ist der SSS-Schein mit entsprechender Praxiserfahrung. Die Prüfung des SHS ist nur noch eine Theoretische Prüfung (kein Prüfungstörn nötig). Allerdings muß der praktische Umgang mit einem Sextanten vorgeführt werden.

Zusätzlichen Inhalte (ggü. dem SSS):

  • Navigation:  erweiterte Gezeiten, Astronavigation und Umgang mit Sextanten, Großkreisnavigation für weite Entfernungen, Navigation in hohen/niedrigen Breitengraden (Polar-, Gnomonische Projektionen), Elektronische Navigation, Digitale Kommunikation.
  • Seemannschaft: weltweite Fahrt, Wellendynamik, Sicherheitsthemen, Vorkehrungen auf Langfahrt, Fahrt in schweren Wetter, Bordpsychologie, Medizin an Bord, etc.
  • Seerecht: weltweites Seerecht, Vertiefung von Radar, KVR, Lateralpläne A und B, etc
  • Wetter: weltweites Klima und Wetterphänomene (Zyklon, Taifun, Hurrican, etc.), Strömungen, Segelrouten der Welt, etc.

Die SHS-Prüfung spielt in Deutschland kaum noch eine Rolle, da es nur ca. 70-80 Absolventen dafür gibt. Man denkt immer wieder darüber nach, ihn abzuschaffen oder zu verändern. Der Autor der Webseite hat die Ausbildung dafür absolviert und fand die Themen sehr spannend und ansprechend. Da man auch hier keinen programmierbaren Taschenrechner mehr benutzen darf, wird die Navigationsprüfung zur einer kaum nachvollziehbaren Hetze. Man muss sich Fragen, welche Ziele die verantwortlichen Personen der Prüfungsausschüsse damit verfolgen.

Es wird zu Recht die Prüfungspraxis des SSS und des SHS kritisiert, gerade im Vergleich zu dem englischen Yachtmaster (offshore und ocean).
Beim Yachtmaster legt man viel mehr Wert auf die Praxis. Der Prüfer ist gleich 2-3 Tage an Bord und kann sich ein viel eingehenderes Bild machen, ob ein werdender Skipper wirklich in der Lage ist, eine seegängige Yacht zu führen. Die Kritik kann auch auf die SKS-Prüfungspraxis erweitert werden.

Auch wenn der Autor der Webseite sich über eine relativ hohe Erfolgsquote als Ausbilder bei bisherigen SKS-Absolventen erfreuen kann, so sind 45 Min SKS-Prüfungszeit in der Praxisprüfung nur eine kurze Momentaufnahme mit hoher Nervosität seitens der Absolventen. Die Prüflingen können maximal 70% der Fähigkeiten abrufen. Die Prüfer erhalten beim deutschen Prüfungssystem in der Situation eine große Macht, die nicht den Verhälnissen angemessen ist. Deshalb nehmen SKS-Absolventen mit den Jahren immer mehr ab. Die Anzahl der Yachtmaster-Prüflinge nehmen zu.

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