Ideales Schiff

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Das ideale Schiff ist immer subjektiv - bezogen auf den Einsatzzweck.

Fahrtenschiff - Unterscheidungsmerkmale

Zielgruppe Eigenschaften Zweck
Charterschiff aus Großserien-Produktion günstige Bauweise, viele Kojen, optimiert für leichte Handhabung, Geschwindigkeit steht nicht im Vordergrund Wirtschaftlichkeit, günstiger - konkurrenzfähiger Charterpreis, Umsatzoptimiert für Charter, Kauf und Verkauf
Eignerschiff aus Großserien-Produktion günstige Bauweise, wenig Kojen aber mit Eignerkammer, leichte Handhabung, ggf. einhandtauglich, Sonderausstattungen, angepasst auf Fahrgebiet, angepasst auf Charakter des Eigners (Cruiser / Racer / Langfahrt / Blauwasser). erprobte Lösungen, Ersatzteilbeschaffung lange gesichert, große Nutzergemeinschaft mit der Möglichkeit von Erfahrungsaustausch Günstiger Einstiegspreis. Vergleichbarkeit auf dem Gebrauchtmarkt.
Eignerschiff aus Kleinserienproduktion Exclusive Lösungen - exclusive Anschaffungspreise, wenig Kojen - große Eignerkammer, hochwerte und langlebige Bauweise, einige Sonderausstattungen bereits inklusive Hoher Komfort, wertbeständig, hohe Individualisierbarkeit

 

Neuere Entwicklungen im Bootsbau von Segelyachten in Großserien

Das Design von Schiffen wechselt immer wieder mal von rund auf eckig (Fenster/Lucken - Innenausstattung) und wieder umgekehrt. Der Kostendruck konkurrierender Großserienwerften läßt die Konstrukteure immer nach neuen kostengünstigen Herstellungsverfahren und Materialien suchen. Leider merkt man das den Schiffen an. 

Auch wenn der Blick auf die Kosten, Umsatz und Wirtschaftlichkeit immer an erster Stelle steht, so gelten Designethemen, die sich verändernden Bedürfnisse des Nutzerkreises und Erfahrungen aus dem Bootsbau aus der Regatta-Szene, als wichtige Einflußgrößen.

Meine subjektive Betrachtung von positiven und negativen Entwicklungen:
+ ein breiteres Heck ermöglicht mehr Lebensraum in der Plicht + abklappbare Badeplattform erweitert den Lebensraum vor Anker zusätzlich + moderne, strömungskanaloptimierte Rumpfformen ermöglichen schnelleres Segeln + vernetzte Bootstechnik von Gebern und Anzeigengeräten + doppelte Ruderblätter für bessere Amwindeigenschaften (leider aber mit einem großen Nachteil)

- die doppelten Ruderblätter lassen kein Anströmen des Schraubenwassers zu, eine wichtige Manövrier-Möglichkeit in engen Häfen geht dadurch verloren -  der Navitisch wird zusehends wegrationalisiert - Materialien werden immer dünner - der Innenausbau wird immer minderwertiger - wichtige Einrichtungen (Winschen, Fallenstopper, Fallen und Leinen) werden immer minderwertiger

Fazit
Gebrauchtyachten (z.B. Bj 2008) sind gegenüber Neuyachten (z.B. 2019) oft wertiger. Das bildet sich auf den Marktpreis ab. So erscheint ein 10 Jahre altes bestausgestattetes Gebrauchtboot als unverhältnismäßig teuer gegenüber einem neuen "Sonderangebot".

Das ideale Schiff für den Einstieg als (Charter)Skipper

Nach der SKS-Ausbildung, mit Erfahrungen als engagierter Mitsegler/Co-Skipper und nach einem obligatorischen Skippertraining, möchte ich hier Schiffs-Empfehlungen für den ersten Törn als Skipper mit entsprechenden Eigenschaften vorstellen:

Schiffgröße je nach Anzahl der Crew und den Kennntissen der Mitsegler:
32 Fuß (2-3 Personen)
35 Fuß (3 bis max 4 Personen)
37 Fuß (4 Personen)
Besegelung für den Einstieg: Rollgenua / Rollgroß
Ruderblätter EIN! Ruderblatt für die Anströmbarkeit durch das Schraubenwasser im Vorwärtsgang für die bessere Manövrierfähigkeit in Häfen

 

10Bft. im Hafen 10Bft. im Hafen bei einer SKS-Ausbildung